Leiser Kühlschrank oder 0 dB Kühlschrank

Wenn du auf der Suche nach einem leisen Kühlschrank bist, gibt es hier einige Tipps für dich. Ob offene Wohnküche, Ein-Raum-Appartement oder Loft-Wohnung – das Brummen eines Kühlschranks kann ziemlich stören.

Die Kinder sollen in der Küche Hausaufgaben machen? Du willst in deiner Einraumwohnung schlafen oder einfach nur in Ruhe essen? Am besten schaust du beim Kauf deines nächsten Kühlschranks auf die Dezibelangabe, die sich bei jedem Kühlschrank auf dem EU-Energielabel findet.

Ein richtig leiser Kühlschrank sollte unter 35 dB (A) haben, wobei es unter Umständen auch unter 40 dB (A) tun. Denn im Allgemeinen geht man davon aus, dass Geräusche mit mehr als 40 dB (A) die Konzentration stören können.

Dann wäre noch zu klären, ob es ein leiser Einbau-Kühlschrank oder ein leiser freistehender Kühlschrank sein soll. Bei einen Einbaukühlschrank kann eine gewisse Schalldämpfung von der umgebenden Schrankwand ausgehen. Das könnte einen kleinen Bonus geben.

Auch ein lautloser Kühlschrank ist möglich – ein sogenannter 0 dB Kühlschrank. Doch das ist meistens ein Mini-Kühlschrank oder Getränkekühlschrank. Wenn du hinsichtlich der Größe des Kühlschranks ganz offen bist und sogar mit einem sehr kleinen Gerät auskommst, ist also ein geräuschloser Kühlschrank für dich drin. Insgesamt eher etwas für Single-Haushalte. Ein ausgewachsener Kühlschrank, in dem du deinen ganzen Wocheneinkauf unterbringen kannst, wird jedoch immer einige Dezibel haben und nicht geräuschlos sein.

Insgesamt kann man festhalten, dass bei einem leisen Kühlschrank das Attribut flüsterleise auch mal wirklich zutreffen kann.

Leiser Kühlschrank Liste

Leiser Kühlschrank 33 dB
Siemens KI31RADF0 iQ500
33 dB (A)
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Was macht einen Kühlschrank leise?

  • leiser Kompressor
  • leiser Ventilator
  • spezielle Konstruktion
  • Dämmung
  • Kältemittel, das im Vergleich weniger Druck braucht
  • Kühlschrank ohne Gefrierfach leiser als Kühl-Gefrier-Kombination leiser als Side-by-Side-Kühlschrank

Was produziert bei einem Kühlschrank die Geräusche?

  • Kompressor
  • Kältemittel: Blubbern und andere Geräusche durch das Ausdehnen und Zusammenziehen
  • Ventilatoren/ Lüfter, u.a. für 0-Grad-Zone, NoFrost oder dynamische Umluftkühlung
  • Tröpfeln und herunterfallendes Eis bei NoFrost
Kühlschrank leise
Bauknecht KGIL 180F2 P
35 dB (A)
bei Amazon*

Was hilft, die Geräuschkulisse zu reduzieren:

  • Mindestabstand zu Wand, Möbeln und Boden einhalten
  • Kühlschrank waagrecht aufstellen und akustisch entkoppeln

Das typische Kühlschrankgeräusch, das man in regelmäßigen Abständen hört, entsteht, wenn der Kompressor anspringt. Das Geräusch ist wirklich bei allen Kühlschränken vorhanden (außer vielleicht bei Absorptionskühlschränken, die aber ab einer gewissen Größe relativ ineffizient sind). Hat der Kompressor eine niedrige Drehzahl, ist er im Allgemeinen auch leiser. Es gibt auch Inverter-Kühlschränke bzw. Inverter-Kompressoren, die die Drehzahl ganz nach Bedarf regeln. Dadurch sind sie nicht nur geräuschärmer, sondern auch energiesparender. Ohne Inverter liefe der Kompressor sonst immer auf Vollgas, wenn er anspringt. Die Inverter-Technik kennt man auch von Klimaanlagen.

Klick-Klack – das machen Wechselstromkompressoren – immer wenn sie sich an- und ausschalten.

Daneben braucht jeder Kühlschrank ein Kältemittel um zu funktionieren. Das Kältemittel bewegt sich im Kühlschrank in einem Kältekreislauf und ist dabei mal gasförmig und mal flüssig. Deshalb hörst du manchmal Einspritzgeräusche der Flüssigkeit oder sonstiges Blubbern, Gegurgel, Glucksen, Rauschen oder Tropfen. Der Kältekreislauf dient dazu, Wärme aus dem Kühlschrank nach draußen zu transportieren. Wenn du die Hand in die Nähe der Rückseite des Kühlschranks hältst, ist es dort warm. Um den Wärmeabtransport und die Luftzirkulation nicht zu stören, solltest du auch sicherstellen, dass der Kühlschrank gut belüftet ist, und ihn nicht zu nah an Wänden oder Küchenschränken steht.



Jetzt zu den weiteren Geräuschquellen, die nicht unbedingt jeder Kühlschrank hat:

Bosch KIL82AFF0 Serie 6
36 dB (A)
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Moderne Kühlschränke verfügen meist über eine NoFrost-Funktion und mehrere Kühlzonen, z.B. eine 0-Grad-Zone. Einerseits bietet das gesteigerten Komfort – kein oder nur seltenes Abtauen und das Gemüse und andere Lebensmittel bleiben länger frisch – andererseits bekommt man das ein oder andere Geräusch zu hören, das einem vorher von einem Kühlschrank so nicht bekannt war: Ventilatorgeräusche, Tröpfeln, herunterfallendes und zerspringendes Eis, …

Auch die dynamische Umluftkühlung macht einen Ventilator erforderlich. Bei unterschiedlichen Herstellern hat diese Funktion ganz unterschiedliche Namen. Was dynamische Umluftkühlung aber ganz allgemein bedeutet: die Temperatur im Kühlschrank wird möglichst gleichmäßig gehalten. Bei Kühlschränken ohne dynamische Umluftkühlung, also mit statischer Kühlung, ist es nämlich so, dass es zwischen den oberen und unteren Ebenen nicht unerhebliche Temperaturunterschiede geben kann. Das liegt daran, dass warme Luft nach oben steigt. In einem Kühlschrank, in dem normalerweise eine Temperatur zwischen 2°C und 8°C herrscht, können sich Temperaturunterschiede von mehreren Grad Celsius zwischen den oberen und unteren Kühlfächern ergeben. Um genau das zu verhindern, wird die dynamische Kühlung eingesetzt. Damit die Temperatur überall gleichmäßig ist, wird die Luft durchmischt und dafür braucht man einen Ventilator. Diesen hörst du dann auch mal.

Moderne Geräte machen da seltsamerweise manchmal mehr – und abwechslungsreichere! – Geräusche, als man es von alten Geräten gewohnt ist. Das liegt daran das immer mehr neue Technik in Kühschränken verbaut wird – was der Konsument aus Komfort-Gründen auch schätzt. Daneben kann auch die Verwendung von Isobutan (R-600a) zur Geräuschkulisse beitragen. Denn Isobutan braucht einen vergleichsweise höheren Druck, um durch den Kältekreislauf gepumpt zu werden. Der Kompressor muss entsprechend stärker arbeiten. Auch der Ruf nach energiesparenden Motoren hat einen Nebeneffekt: der Kompressor ist weniger leistungsstark – und arbeitet dafür länger am Stück.

Dass ein integrierter Eiswürfelspender in einem Side-by-Side Kühlschrank die Geräuschkulisse kurzzeitig erhöht, wenn er in Betrieb genommen wird, kann man sich sicherlich denken.

Von den Dingen, die der Hersteller richtig gemacht haben sollte, jetzt zu den Dingen, die du richtig machen kannst:

Beim Aufstellen des Kühlschranks solltest du darauf achten, dass er komplett waagrecht steht und nirgends mit Wand oder Möbeln in Berührung kommt. Denn wenn dann nicht nur der Kühlschrank brummt, sondern auch die Regale wackeln und rattern, kannst du dir vorstellen, dass es etwas lauter wird. Deshalb: Schallbrücken eliminieren! Und natürlich auch die Belüftung des Kühlschranks sicherstellen. Meistens gibt es auch einen Mindestabstand, der vom Hersteller vorgegeben wird. Auch zu den Seiten und nach unten braucht der Kühlschrank genügend Abstand, damit er gut belüftet wird.

Je häufiger du den Kühlschrank öffnest, desto stärker muss er arbeiten, um die Temperatur im Inneren wiederherzustellen und zu halten. Du solltest deinen Kühlschrank also möglichst selten und nur kurz öffnen.

Auch wie voll der Kühlschrank ist, spielt bei der Geräuschentwicklung eine Rolle. Ein leerer Kühlschrank ist dabei lauter. Denn in einem vollen Kühlschrank befindet sich weniger Luft, die gekühlt werden muss. Und die gekühlten Lebensmittel selbst tragen dazu bei, die niedrige Temperatur zu halten.

Bei seltsamen Störgeräuschen in deinem Kühlschrank kannst du auch mal schauen, ob ein Ventilator vereist ist. Eventuell festgefrorene Ventilatoren abtauen.

Leiser Kühlschrank – die Dezibel beachten

Damit du nun einen leisen Kühlschrank findest und bald dein Eigen nennen kannst, ist es am einfachsten, auf die Dezibel zu achten. Das EU-Energielabel weist sie zusammen mit einigen anderen hilfreichen Angeben, wie der Energieeffizienzklasse, aus.

Ein Gerät mit weniger als 35 dB (A) verdient wirklich die Bezeichnung flüsterleise. Alles unter 40 dB (A) ist für einen Kühlschrank aber auch leise.

Aber: Das Geräuschempfinden ist subjektiv

Nicht wenige Menschen, die sich einen modernen, auf dem Papier leisen Kühlschrank angeschafft haben, sind hinterher enttäuscht. Die Geräuschkulisse ist doch lauter oder einfach anders als erwartet.

Das liegt unter anderem daran, dass das Geräuschempfinden subjektiv und individuell unterschiedlich ist. Was den einen nicht stört, kann dem anderen negativ aufstoßen.

Tröpfeln, Gurgeln, Plätschern ist man vielleicht einfach nicht gewohnt. Überhaupt kann es auch sein, dass du dich an deinen alten Kühlschrank so sehr gewöhnt hast, dass du ihn nicht mehr wahrgenommen hast. Der Vergleich mit dem alten Kühlschrank kann deshalb manchmal hinken. Vielleicht hat das Geräusch des alten Kühlschranks so sehr zu den normalen Hintergrundgeräuschen gezählt, dass man ihn „nicht mehr hört“.

Wenn aber die Eigenschaft „leise“ bei deinem Kühlschrank die oberste Priorität hat, solltest du vielleicht sogar auf so nette Extras wie ein Frischhalte-Modul, ein Anti-Frost-Modul oder andere Sondermodule verzichten. Denn diese gehen i.d.R. mit zusätzlichen Ventilatoren und anderem technischen Schnickschnack einher, der sich durch ungewohnte „Störgeräusche“ bemerkbar machen kann. Im Vergleich zu einem Kühlschrank älteren Baujahrs kommen durch diese Funktionen Geräusche zustande, die man bisher nicht mit einem Kühlschrank in Verbindung gebracht hat.

Möchtest du aber nicht auf allen technisch möglichen Komfort in Form von Zusatzmodulen verzichten, solltest du einfach schauen, dass der Kühlschrank einen wirklich extrem niedrigen Dezibelwert hat.

Wenn der Kühlschrank einsam abgeschottet in der Küche und isoliert vom Wohngeschehen steht, brauchst du dir über die verschiedenen Module und die davon ausgehenden Geräusche natürlich keine Gedanken machen.

0dB Kühlschrank – die Rettung?

Für alle Geräuschgeplagten und Single-Haushalte kommt vielleicht ein 0 dB Kühlschrank in Frage. Oder für alle anderen die mit einem kleinen Volumen des Kühlschranks auskommen.

Denn 0dB Kühlschränke sind kleine Getränkekühlschränke oder Mini-Kühlschränke, wie man sie auch aus Hotelzimmern kennt. Und die sind unschlagbar leise.

Niedriger Stromverbrauch wünschenswert da Dauerbetrieb

Neben der Lautstärke gibt es natürlich auch weitere Auswahlkriterien beim Kühlschrank. Eines der wichtigsten: der Energieverbrauch.

Da man den Kühlschrank einmal eingesteckt in der Regel nicht so schnell wieder aussteckt, er also ständig läuft, kommt dem Stromverbrauch eine besondere Bedeutung zu. Mehr noch vielleicht als bei anderen Elektrogeräten.

Auf dem EU-Energielabel sind der jährliche Stromverbrauch und die Energieeffizienzklasse angegeben. Damit solltest du unterschiedliche Geräte gut miteinander vergleichen können.

Was bedeuten No-Frost, 0-Grad-Zone und Urlaubsmodus?

Das NoFrost-Modul am Kühlschrank sorgt dafür, dass das lästige Abtauen des Kühlschranks entfällt. Oder zumindest nur noch selten anfällt. Über einen Ventilator und eine Abtauheizung wird das Eis, das sich an den Wänden festgesetzt hat geschmolzen – und läuft dann in eine Auffangschale und verdunstet. Alles ganz selbstständig.

Die Null-Grad-Zone bzw. eine Mehrzonenfunktionen deines Kühlschranks sorgt dafür, das verschiedene Kühlgüter auf verschiedenen Ebenen bei der für sie optimalen Temperatur gelagert werden.

Für Gemüse soll sich wohl eine Temperatur von circa 0-2°C und circa 95% Luftfeuchtigkeit bewähren, damit das Grünzeug länger frisch bleibt.

Fleisch und Fisch soll wohl bei 0°C und circa 50% Luftfeuchtigkeit länger haltbar sein.

Ziemlich klug an sich, die Umgebungsbedingungen für verschiedene Arten von Lebensmitteln zu optimieren.

Beim Urlaubsmodus geht es darum umzusetzen, was ein durchschnittlicher Urlauber sich wünscht: Das Gefrierfach wird weiter gekühlt, im restlichen Teil des Kühlschranks wird es dunkel, und folglich Energie gespart. Und das, ohne den Kühlschrank ganz auszuschalten und den Inhalt des Gefrierfachs verderben zu lassen.

Leiser Kühlschrank – Fazit

Ein leiser Kühlschrank liegt wirklich im Rahmen der Möglichkeiten. Du musst nur auf die Dezibel schauen.

Wählst du ein Gerät mit unter 35 dB (A) aus, solltest du von allen Geräuschbelästigungen verschont bleiben. Unter 40 dB (A) sind aber auch leise, wenn auch nicht extrem leise.

Neue Funktionen am Kühlschrank können mit neuen Geräuschen einhergehen, wie das NoFrost-Modul oder die Mehrzonenfunktion: Wenn das Eis springt, knackt es mal oder knallt, wenn ein Eisbrocken herunterfällt. Wenn der Ventilator angeht, hörst du das je nach Gerät auch.

Bei einem durchdacht konstruierten und gut gedämmten Kühlschrank solltest du davon aber nicht allzu viel mitbekommen.

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